Remis im Zweikampf zwischen Kasparow und X3D Fritz

17. November 2003, 09:26
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Schachgroßmeister trug beim Spiel 3D-Brille

Schachgroßmeister Garri Kasparow hat im Wettkampf "Menschen gegen Maschine" gegen das Schachprogramm X3D Fritz nur ein Remis erreicht. Der Russe trug dabei eine spezielle 3D-Brille zur virtuellen Darstellung des Schachbretts und benutzte einen so genannten Joystick um dieses virtuelle Brett praktisch in der Luft zu drehen. Seine Züge gab er mündlich bekannt, eine Spracherkennung gab die Daten an die Schachsoftware weiter.

Nach einem konservativen Beginn spielten beide in der Mitte aggressiver, konnten sich aber keine eindeutigen Vorteile verschaffen. Die nächste drei der auf insgesamt vier Spiele angesetzten Serie sind für Donnerstag (13. November), Sonntag (16. November) und nächsten Dienstag (18. November) angesetzt.

Ungleiche Duell

Drei Runden des ungleichen Duells hat der Moskauer bereits absolviert: 1996 gewann er gegen den IBM-Computer "Deep Blue". 1997 verlor er gegen eine technisch verbesserte Version von "Deep Blue". Und Anfang dieses Jahres erreichte Kasparow ein Remis gegen das israelische Schachprogramm "Deep Junior". Die Internationale Vereinigung für Computerspiele (ICGA) und der Schachverband der USA (USCF) haben das Match als erste offizielle Schachweltmeisterschaft in der virtuellen Realität anerkannt.(apa)

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