Erneut US-Soldaten bei Angriffen getötet

30. Oktober 2003, 17:23
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Ukrainische Soldaten bei Beschuss einer Patrouille südlich von Bagdad verletzt - Zwei Tote bei Angriff auf Polizeistation in Mosul

Bagdad/Kairo - Bei neuen Angriffen auf die internationalen Streitkräfte im Irak sind zwei US-Soldaten getötet und sieben Ukrainer verletzt worden. Der Panzer der Amerikaner wurde nördlich von Bagdad von einem Sprengsatz getroffen. Die ukrainische Patrouille geriet am späten Dienstagabend südlich der Hauptstadt unter Beschuss. Bei einem Panzerfaust-Angriff auf eine irakische Polizeistation starben nach Angaben des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera am Dienstagabend zudem mindestens drei Menschen.

Panzer von Landmine oder Bombe getroffen

Die US-Streitkräfte erklärten am Mittwoch, der Panzer der US-Truppen sei von einer Landmine oder einer Bombe getroffen worden. Ein dritter Soldat sei verletzt und anschließend in ein Krankenhaus nach Deutschland gebracht worden. Die drei waren am Dienstagabend auf dem Weg zu einem Kontrollposten, als in der Nähe von Balad, 70 Kilometer nördlich von Bagdad, der Sprengsatz detonierte.

Die ukrainischen Soldaten wurden im Südosten des Irak, nordwestlich ihres Stützpunktes in Kut, angegriffen, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kiew am Mittwoch mitteilte. Zunächst seien drei Minen unter ihren beiden Fahrzeugen explodiert, dann hätten Bewaffnete das Feuer auf sie eröffnet. Die sieben Verletzten seien in stabilem Zustand, sagte ein Ministeriumssprecher. Fünf von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden. Es handelte sich um den ersten Angriff auf eine multinationale Einheit im polnischen Sektor südlich von Bagdad.

Zwei Tote bei Angriff auf Polizeistation in Mosul

Bei einem Angriff auf eine irakische Polizeistation sind in der nordirakischen Stadt Mosul (Mossul) mindestens zwei Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich am Dienstagabend ereignet, berichtete der arabische Fernsehsender Al Jazeera am Mittwoch unter Berufung auf Augenzeugen.

Zwei Verdächtige in Bagdad verhaftet

Nach Angaben der arabischen Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" vom Mittwoch hat die Polizei in Bagdad nach der blutigen Serie von Selbstmordanschlägen vom Montag mit mehr als 40 Toten zwei Verdächtige festgenommen. Einer von ihnen, ein Syrer, der versucht hatte, sein Auto vor einer weiteren Polizeistation in die Luft zu sprengen, habe bei seiner Festnahme gerufen: "Die Araber sind Feiglinge und die Iraker sind Verräter. Ich bin ein Araber und ihr seid Verräter. Gott ist groß." (APA/AP/Reuters/dpa)

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