ZUR PERSON

28. Oktober 2003, 18:46
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Péter Esterházy

(53), ungarischer Literat von europäischem Rang, erfuhr von der Spitzeltätigkeit seines (mittlerweile verstorbenen) Vaters, nachdem er 2001 das Buch "Harmonia Caelestis" veröffentlicht hatte. In dieser Familiensaga der Esterházys erscheint eine heroische Vaterfigur in vielerlei Gestalt. Der Schock darüber, dass der Vater mehr als zwei Jahrzehnte als geheimer Informant für die politische Polizei gearbeitet hatte, führte zur "Verbesserten Ausgabe", die zwei Jahre später erschien. Darin konfrontiert Esterházy Passagen aus "Harmonia Caelestis" (Himmlische Harmonie) mit den Spitzelberichten des Vaters und Anmerkungen der Führungsoffiziere. Péter Esterházy erhielt 1999 den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur.

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