Israel prüft Ausbau von Sperranlage im Jordantal

25. Oktober 2003, 23:42
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Trotz internationaler Kritik - Mehrere Kilometer weit in autonomes Gebiet

Jerusalem - Trotz internationaler Kritik an dem israelischen Sperrwall im Westjordanland will die israelische Regierung den Ausbau der Anlage entlang des Jordantals prüfen. Die Absperrung soll einem Projektentwurf zufolge "mehrere Kilometer" weit in autonomes Gebiet reichen und nicht direkt an der jordanischen Grenze verlaufen, sagte Israels Regierungschef Ariel Sharon am Freitag im israelischen Fernsehen. Der Vorschlag werde nach seiner Ausarbeitung dem Kabinett zur Beratung vorgelegt.

Würde den bereits fertig gestelltn Sperrzaun ergänzen

Der von der israelischen Regierung geprüfte Wall-Abschnitt im Osten des Westjordanlandes würde den zum Teil bereits fertig gestellten Sperrzaun im Westen des Palästinensergebietes ergänzen. Auf der westlichen Seite werde das umstrittene Bauwerk binnen eines Jahres fertiggestellt, sagte Scharon.

Israel bringt Sicherheitsargumente

Die international umstrittene Sperranlage wird von Israel mit dem Schutz vor palästinensischen Angreifern begründet. Außerdem werden rund 80 Prozent der rund 230.000 jüdischen Siedler im Westjordanland dem israelischen Territorium angegliedert. Stellenweise reicht der Zaun kilometerweit in palästinensisches Autonomiegebiet hinein. Am Dienstag hatte der UN-Sicherheitsrat mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, mit der Israel zur Einstellung der Bauarbeiten aufgefordert wird. (APA)

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