Eklat um Prinz Philips Briefe an Diana

26. Oktober 2003, 19:23
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"Hochbrisante" Schreiben des Gattens der Queen von Butler der Prinzessin veröffentlicht

London - Das britische Königshaus ist verärgert über neue Enthüllungen des früheren Butlers von Prinzessin Diana, Paul Burrell. Die Zuständigen im Buckingham-Palast prüften am Mittwoch mögliche rechtliche Schritte gegen das von Burrell angekündigte Buch "Royal Duty" ("Königlicher Dienst"). Am Montag soll es erscheinen, die Zeitung Daily Mirror veröffentlichte bereits Auszüge, die von der britischen Presse als "hochbrisant" bewertet wurden.

Prinz Philips Briefe an Diana

Burrell zitiert in dem Buch unter anderem aus Briefen, die Prinz Philip, der nun 82-jährige Ehemann der Königin, 1992 an Diana geschrieben hatte. Auf dem Höhepunkt ihrer Ehekrise mit Prinz Charles (inzwischen 54 Jahre alt) ereiferte sich Philip: "Ich kann mir niemanden vorstellen, der noch alle beisammen hat und Dich für Camilla verlassen würde."

Gewissensfrage

Aus den Briefen wird deutlich, wie sehr Philip und die Queen die Affäre ihres Sohnes ablehnten. Allerdings regte Philip seine Schwiegertochter auch zu einer Gewissenserforschung an: "Kannst Du, wenn Du ganz ehrlich bist, behaupten, dass Charles' Beziehung zu Camilla gar nichts mit Deinem Verhalten gegenüber ihm in Eurer Ehe zu tun hat?"

Prinz Philip "empört"

Laut Daily Telegraph ist Prinz Philip "empört" darüber, dass diese vertraulichen Schreiben nun an die Öffentlichkeit gekommen sind. Auch Dianas Söhne William und Harry seien "wütend" und von Burrell enttäuscht. Die Enthüllungen gelten als neuer Rückschlag für Prinz Charles, der sich als Familienmensch präsentiert und eine Ehe mit Camilla Parker Bowles anstrebt. Burrels Verlag Penguin bestätigte, dass die Verwaltung des Buckingham-Palastes ein Vorab-Exemplar des Buchs erbeten habe.

Fergie verweigert

Sarah "Fergie" Ferguson, verheiratet gewesen mit Prinz Andrew und so zeitweilige Schwägerin von Diana, sieht das anders. Bei der Larry-King-Show im US-Fernsehprogramm von CNN bedauerte sie, dass nicht Dianas großartige Leistungen im Mittelpunkt der Erinnerungen stünden, sondern übler Tratsch eines Geldgierigen.

Auf Kings Frage, ob sie sich Burrells Buch kaufen werde, antwortete sie mit einem schnellen, kurzen, bestimmten Nein. (AP, kps, DER STANDARD Printausgabe 23.10.2003)

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