14.000 Jahre alter Reis gefunden

27. Oktober 2003, 12:28
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59 angesengte Körner in Südkorea sind die ältesten der Welt

Seoul - Die ältesten Reiskörner der Welt haben südkoreanische Archäologen gefunden. Durch die Radiokarbonmethode seien die 59 angesengten Reiskörner auf ein Alter zwischen 14.000 und 15.000 Jahren datiert worden, erklärte Professor Lee Yung Jo am Mittwoch. Der Fund stelle damit die bisherigen Erkenntnisse über die Herkunft des Reises in Frage. Bisher galten in der Nähe des Gelben Flusses und des Jangtse-Flusses in China gefundene 11.000 Jahre alte Reiskörner als die ältesten der Welt.

Offensichtlich habe sich das Getreide aber auch nördlich von China entwickelt, sagte Lee. Lee und sein Kollege Woo Jong Yoon hatten die Reiskörner bei Ausgrabungen in der Provinz Nord-Chungcheong im Inneren Südkoreas gefunden.

Der gefundene Reis unterscheidet sich genetisch von den heutigen Sorten. Durch Gen-Untersuchungen lasse sich die Evolution des Getreides nachverfolgen. Reis ist das Grundnahrungsmittel für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. In Asien werden 90 Prozent des Reises der Welt produziert und verzehrt. (APA)

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