Genetisch veränderte Blutzellen für die Krebsbehandlung

24. Oktober 2003, 15:00
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Australische Forscher vermelden Duchbruch beim Kampf gegen Tumore

Sydney - Australische Forscher haben einen Durchbruch im Kampf gegen den Krebs vermeldet. Wie das Peter McCallum Cancer Centre am Montag in Melbourne bekannt gab, entdeckten die Wissenschafter eine Möglichkeit, Tumore mit gentechnisch veränderten Blutzellen zu bekämpfen. In der neuen Behandlung würden dem Patienten hunderte Millionen weißer Blutkörperchen entnommen werden. Diese würden dann gentechnisch so behandelt werden, dass sie Tumore erkennen und bekämpfen könnten.

Nach der Rückinjektion der modifizierten Blutkörperchen könnten nach Angaben der Forscher "fast 100 Prozent der Zellen" einen Tumor bekämpfen. Bisher liege die Zahl bei etwa eins zu 1.000.

Die Behandlung könnte unter anderem für Brust-, Dickdarm- Bauchspeicheldrüsen- und Lungenkrebs angewandt werden. Die Wissenschafter hoffen, das Verfahren binnen zwei Jahren an Menschen testen zu können, wenn erste Versuche mit Mäusen erfolgreich verlaufen. (APA)

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