Peru: Schweiz will im Fall Fujimori Bankgeheimnis lüften

21. Oktober 2003, 11:03
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Ex-Präsident wird verdächtigt, Gelder aus illegalen Waffengeschäften auf ausländischen Konten versteckt zu haben

Santiago - Im Rahmen der Ermittlungen gegen den früheren peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Schweiz bereit, das Bankgeheimnis zu lüften.

Fujimori wird verdächtigt, Gelder aus illegalen Waffengeschäften auf ausländischen Konten versteckt zu haben. Generalstaatsanwältin Nelly Calderon sagte am Samstag in einem Rundfunkinterview, sie habe entsprechende Informationen über die Zusage der Schweiz erhalten. Fujimori, der sich vor drei Jahren nach Japan abgesetzt hatte, bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Im August hatte die Schweiz 77,5 Millionen Dollar (66,9 Mill. Euro), die auf Schweizer Konten von Fujimoris ehemaligem Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos hinterlegt worden waren, wieder nach Peru transferiert. Dabei soll es sich um Bestechungsgelder aus Waffen- und Flugzeuggeschäften gehandelt haben.(APA/Reuters)

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    Fujimori hat sich vor drei Jahren nach Japan abgesetzt und bestreitet jegliche Vorwürfe

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