Van der Bellen: Regierungsumbildung "wahrscheinlich"

16. Oktober 2003, 08:38
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Kein Kandidat für Amt des Bundespräsidenten

Wien - Der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, hält eine Regierungsumbildung für "relativ wahrscheinlich". Gespräche der ÖVP mit den Grünen für einen etwaigen fliegenden Koalitionswechsel gebe es nicht, so der Grünen-Chef in der "Zeit im Bild 2" am Mittwoch. Van der Bellen will weiterhin Bundessprecher der Grünen bleiben, wenn der Kongress ihn bestätigt. Aber - die Grünen hätten ihre Arbeit auch ohne ihn "ausgezeichnet" gemacht, besonders im Hinblick auf den Wahlkampf, der zu bestreiten gewesen ist, sagte der "Professor", der sich gesundheitlich wieder gut fühlt.

Im Rahmen einer Regierungsumbildung sollte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel einen "anderen Finanzminister aussuchen", meinte Van der Bellen.

Die stellvertretende Bundessprecherin Eva Glawischnig als Präsidentschaftskandidatin hält Van der Bellen für "nicht allzu wahrscheinlich", er selbst habe keine Lust auf dieses Amt. Glawischnigs Aussagen in Richtung Entmachtung des Bundespräsidenten seien seiner Meinung nach "nicht so scharf gemeint" gewesen, aber man solle über die Fülle der präsidialen Möglichkeiten sehr wohl nachdenken, etwa über das Recht, die Bundesregierung zu entlassen. (APA)

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