FC Kärnten spekuliert mit Sensation

16. Oktober 2003, 22:05
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1:2-Niederlage in Rotterdam ist für Trainer Haubitz eine gute Ausgangsposition im heutigen Rückspiel gegen Feyenoord

Klagenfurt - Zwei Mal ist der FC Kärnten in der ersten Hauptrunde des Fußball-UEFA-Cups gescheitert, 2001 an PAOK Saloniki, im Vorjahr an Hapoel Tel Aviv. Im dritten Anlauf spekuliert man damit, den Aufstieg erstmals zu schaffen. Dass der Gegner Feyenoord Rotterdam heißt und Gewinner der Trophäe 2002 ist, tut der Zuversicht keinen Abbruch. Das 1:2 aus dem Hinspiel vor drei Wochen ist eine gute Ausgangsposition. "Mit einer ähnlichen Leistung und dem Publikum im Rücken können wir die Sensation perfekt machen", ist Hannes Haubitz überzeugt.

Starke Leistung in Defensive gefordert

Ähnliche Leistung bedeutet für den FCK-Trainer in erster Linie eine starke Defensive. "Wir müssen trachten, so lange wie möglich kein Gegentor zu bekommen", sagt Haubitz.. "Und natürlich selbst eines schießen." Daher fordert er Einstellung, Bereitschaft und Zweikampfverhalten so wie in Rotterdam, vor allem in der ersten Spielhälfte. Da habe man dem prominenten Gegner nur eine Torchance zugelassen.

Was das Toreschießen betrifft, setzt der FCK auf Konter und Standardsituationen. Da seien die Niederlander "anfällig", befindet Haubitz. Deshalb werden mit Bubalo und Ambrosius zwei Spitzen aufgeboten. Maric, Schütze des Goldtores im De-Kuip-Stadion, steht wegen Verletzung nicht zur Verfügung. Mit Hieblinger (er muss sich einer Knieoperation unterziehen, wäre aber ohnehin gesperrt) fehlt ein zweiter Stammspieler. Hingegen ist Vorderegger wieder fit, nimmt aber vorerst auf der Bank Platz.

Abwehrchef will keinen Respekt zeigen

Die Spieler wissen, dass sie die große Chance haben, ins internationale Rampenlicht zu kommen. "Wir dürfen keinen Respekt zeigen, müssen statt einen Schritt zurück vielmehr einen Schritt nach vorn gehen", stellte Abwehrchef Walter Kogler fest. "Wir müssen aggressiv dagegenhalten, uns etwas zutrauen." Im Falle eines Aufstiegs würde auch die Kasse kräftig klingeln.

Feyennord hat einigen Respekt vor Klagenfurt. "Es wird ein sehr schweres Spiel, wir haben die zweite Runde noch lange nicht geschafft", sagte Trainer Bert van Marwijk. Von der Mannschaft des Hinspiels fehlt der Chilene Pardo, der ebenso wie der Ägypter Ghali nicht rechtzeitig von einem Länderspiel nach Rotterdam zurückgekehrt war. Hinter dem Einsatz der Stammverteidiger van den Berg und de Nooijer (fehlte beim 2:1) steht noch ein Fragezeichen. Van Persie, der vor drei Wochen nach der Pause eingewechselt wurde, dürfte von Beginn an dabei sein. Feyenoord ist nach Siegen über Zwolle (3:0) und Rosendaal (2:0) Tabellenfünfter, fünf Punkte hinter Spitzenreiter Ajax Amsterdam.

Über 1000 niederländische Fans

Die Niederländer werden im Wörthersee-Stadion mit einer kräftigen Unterstützung rechnen können. Über 1.000 Fans sind angekündigt. Für die Klagenfurter Polizei bedeutet dies "Alarmstufe 1". Aber man sei gerüstet, wird betont. Der FCK rechnet mit rund 8.000 Zuschauern und damit einem ausverkauften "Haus". Im Wörthersee-Stadion in Waidmannsdorf wurden hinter den beiden Toren Zusatztribüne aufgebaut, deren Kosten von rund 122.000 Euro sich Stadt und Land teilen und die vorerst aufgestellt bleiben. (APA)

Technische Daten:

FC Kärnten - Feyenoord Rotterdam
(Donnerstag, Wörthersee-Stadion Klagenfurt, 20.30 Uhr/live ORF 1, Loizos Loizou/Zypern. Hinspiel: 1:2):

FC Kärnten: Goriupp - Jovanovic, Kogler, Papac, Schellander - Zafarin, Kolvidsson, Hota, Höller - Ambrosius, Bubalo. Ersatz: Schenk - Vorderegger, Kampel, Junior, Kabat, Morgenstern, Prawda Es fehlen: Hieblinger (gesperrt und verletzt), Maric (verletzt)

Feyenoord: Zoetebier - Swerts, Paauwe, van den Berg (Chong-Gug Song), G. de Nooijer (Snoyl) - van Waonderen, Ono, Schreuder - Kuijt, Buffel, van Persie. Ersatz: T. Lodewijk - Smolarek, Lurling, Bombarda, van Haaren, Acuna, Donde Es fehlen: Pardo, Ghali (nicht rechtzeitig von Länderspielen zurückgekommen)

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    FC Kärnten-Trainer Haubitz spekuliert mit einer Überraschung.

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