Ringen um die formale Aussage

17. Oktober 2003, 12:07
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Das Tiroler Landesmuseum widmet Norbert Drexel eine Retrospektive

Innsbruck - Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum widmet dem Maler Norbert Drexel zum 70. Geburtstag eine Retrospektive. Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über sein Werk von 1950 bis zur Gegenwart. Zu sehen ist die Schau bis 23. November.

Meister des Pastells

Die Palette seines Schaffens reicht von frühen expressiven Ölmalereien von Figuration und Natur über gezeichnete Landschaften, Städteansichten, Tiere als Kadaver oder als Skelett bis hin zu Stillleben. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stehen aber auch immer wieder Menschenbilder. Drexel formuliert in Serien: Szenen aus dem Schlachthaus und aus dem Seziersaal, Mumienköpfe, Motive aus Cafés in Paris, Budapest, Salzburg, Wien, dem Musee Rodin oder dem Musee Marmottan, weiters Landschaften und Stillleben.

Der gebürtige Vorarlberger gilt als Meister des Pastells. Das Ringen um die formale Aussage ist ihm wichtig, das Sujet dient nur diesem Bestreben. Seine früheren bevorzugten Techniken waren Aquarell, Gouache und Eitempera. Später folgten dann Kohle, Kreide und Pastell. Die Ölmalerei dominierte immer. Cézanne und Giacometti fühlt er sich von deren Aufgabenstellung her gesehen besonders verpflichtet. Beeindruckt ist er von Richard Gerstl. Ein Wort von Jean-Baptiste Siménon Chardin steht über der Ausstellung: "Das Auge muss erst lernen, die Natur zu sehen".

(APA)

S E R V I C E:

Norbert Drexel WERKE VON 1950 - 2003 Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck; 15. Oktober - 23. November 2003; Di - So 10 - 18 Uhr, Do 10 - 21 Uhr

Link

www.tiroler-landesmuseum.at/

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