Bisher sechs Flüge ausgefallen: "Fast ein normaler Tag"

12. Oktober 2003, 19:05
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13 Flugzeuge mit Crew gemietet - Kompletter Streiktag würde Unternehmen 1,5 bis 2 Millionen Euro kosten

Schwechat/Wien - Insgesamt acht Flüge fielen am Samstag bis zum Nachmittag aufgrund des AUA-Streiks aus. Alle anderen Destinationen konnten vorerst mit angemieteten Maschinen sowie von Austrian arrows (Ex-Tyrolean) und Lauda Air bedient werden, so Unternehmenssprecher Johann Jurceka zur APA.

Bereits am Vormittag konnte Amsterdam nicht angeflogen werden. Am Nachmittag kam das definitive "Aus" für Berlin, Brüssel, Beirut und Moskau. Im Langstreckenbereich mussten die Flüge nach Montreal, Toronto und Osaka gestrichen werden.

Bei den Langstreckenflügen gab es vorerst keine Ausfälle so Jurceka. Etwa um 16.00 Uhr sollte ein Jet Richtung Osaka abheben.

Flughafen-Wien-Sprecher: Streik fällt nicht auf

Flughafen Wien-Specher Hans Mayer sprach von einem fast normalen Tag. "Wüsste man nicht von dem Streik, würde es nicht auffallen". Die Verspätungen hielten sich in Grenzen, "bei Schnee oder Schlechtwetter sind sie unter Umständen sogar länger".

Den "Knoten" - die Zeit mit vielen Starts in kurzer Zeit - am Vormittag konnte das Unternehmen durch rechtzeitige Planung ohne größere Probleme für die Passagiere abfertigen, so Jurceka. Die nächste Spitzenzeit ist etwa von 17.00 bis 18.00 Uhr. Laut dem AUA-Sprecher sollte aber auch dieser "Knoten" zu bewältigen sein.

Kosten für Streiktag

Die Kosten für einen kompletten Streiktag bezifferte Finanzvorstand Thomas Kleibl heute auf 1,5 bis 2 Mio. Euro. Die Bedeutung dieses Schadens in der derzeit äußerst schwierigen Situation der internationalen Luftfahrt bezeichnete er als "mehr als offensichtlich". (APA)

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