Neu gestaltete Kapelle in Gedenkstätte des KZ Mauthausen

9. Oktober 2003, 19:00
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"Altartuch" als optische Besonderheit

Linz/Innsbruck/Wien - In der Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen wurde am Donnerstag die neu gestaltete Kapelle im Beisein von Innenminister Ernst Strasser (V) geweiht. Das Konzept für die Neugestaltung stammt von der Innsbrucker Designerin Michaela Schwarz.

Die Einweihung der interkonfessionellen Kapelle in der ehemaligen Wäschereibaracke des Konzentrationslagers erfolgte durch die Vertreter mehrerer Glaubensgemeinschaften. Den musikalischen Rahmen gestalteten die Wiener Philharmoniker mit dem Schönberg-Stück "Verklärte Nacht".

Eine optische Besonderheit des neu gestalteten Raumes ist ein "Altartuch", unter dem sich die Formen eines Tisches abzeichnen. Tatsächlich aber befindet sich kein Altar unter dem Tuch, dieses scheint zu schweben. "Irritierend und unbegreiflich" wie der fehlende Altar seien auch die Geschehnisse im KZ Mauthausen, erläuterte dazu die Künstlerin im Gespräch mit der Kathpress.

Michaela Schwarz wurde 1973 in Innsbruck geboren, mit dem Projekt in Mauthausen schloss sie ihr Design-Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien ab. (APA)

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