Selbstmordanschlag im Westjordanland

10. Oktober 2003, 19:44
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Drei Verletzte - Armee schickt Verstärkung nach Tulkarem

Ramallah/Jerusalem - Fünf Tage nach dem Terroranschlag in Haifa hat sich eine Palästinenserin am Donnerstag an einem israelischen Militärstützpunkt im Westjordanland in die Luft gesprengt. Ein Palästinenser und zwei Israelis seien verletzt worden, einer davon schwer, teilten Sanitäter mit.

Kontrollpunkt

Zu dem Anschlag in der Nähe der Stadt Tulkarem bekannte sich zunächst niemand. Der Sprengsatz sei von einer Frau gezündet worden, hieß es in Radioberichten. Sie habe die Explosion vor einem Büro der israelischen Streitkräfte ausgelöst, in dem Palästinenser Passierscheine beantragen können. Der Anschlag habe sich an einem Militär-Kontrollpunkt an der Grenze zu Zentralisrael ereignet, verlautete aus israelischen Militärkreisen.

Erst am vergangenen Samstag hatte sich eine Palästinenserin in einem Restaurant in der nordisraelischen Stadt Haifa in die Luft gesprengt und 19 weitere Menschen getötet. Zu diesem Anschlag hatte sich die militante Palästinenser-Gruppe Islamischer Dschihad bekannt. Auch der Anschlag bei Tulkarem schien das Werk militanter Moslems zu sein.

In Israel besteht aus Furcht vor Selbstmordanschlägen zur Zeit des Laubhüttenfestes erhöhte Alarmbereitschaft. In den Palästinenser-Gebieten, dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen, wurden die israelischen Truppen verstärkt. Die israelische Armee berief Reservisten ein. (APA/AP/Reuters)

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