212.656 Geringfügig Beschäftigte im September

14. Oktober 2003, 11:25
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Saisonbedingt leichter Rückgang

Wien - Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist im September saisonal bedingt weiter leicht zurückgegangen. Sie betrug nach Angaben des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger 212.656. Im Vormonat waren 60.207 Männer und 152.449 Frauen geringfügig beschäftigt gewesen. Sieht man sich die September-Werte der letzten drei Jahre an, geht der Zulauf zur Geringfügigen Beschäftigung aber weiter deutlich nach oben, kund zwar im Schnitt um 6.000 jährlich. Zu den geringfügig Beschäftigten kommen noch die geringfügigen Dienstverträge. Diese betrugen im September 40.537. Davon waren 16.289 auf Männer und 24.248 auf Frauen entfallen. Die Zahl der freien Dienstverträge, die über der Geringfügigkeitsgrenze von 301,54 Euro liegt, betrug im September 23.752. Die Aufteilung nach Frauen (11.750) und Männer (12.002) ist hier fast ausgeglichen.

Keinen Urlaubsanspruch Der Freie Dienstnehmer gilt in der Sozialversicherung zwar als Unselbstständiger, aber in allen anderen Bereichen als Selbstständiger. Das heißt, im steuerlichen Bereich ist er einkommenssteuerpflichtig, im Arbeitsrecht gelten überhaupt keine Normen, er hat keinen Urlaubsanspruch, keinen Abfertigungsanspruch und keinen Entgeltfortzahlungsanspruch im Krankheitsfall. Während die Zahl der geringfügig Beschäftigten fast kontinuierlich (mit Ausnahme saisonaler Gründe) steigt, geht jene der Freien Dienstnehmer leicht zurück. 1998 wurden geringfügig Beschäftigte in die Sozialversicherung aufgenommen. Sie können selbst entscheiden, ob sie Sozialversicherungsbeiträge bezahlen wollen oder nicht. Für den Dienstgeber ist die Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen dann Pflicht, wenn er mehrere geringfügig Beschäftigte angestellt hat, die zusammen mehr als das Eineinhalbfache der Geringfügigkeitsgrenze (derzeit 301,54 Euro) verdienen. (APA)

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