Ermittlungen der mysteriöse Todesfälle in Tirol laufen auf Hochtouren

8. Oktober 2003, 09:56
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Identität der unbekannten Frauenleiche und Tatmotiv im Fall der ermordeten Pensionistin unklar

Die Ermittlungen rund um die mysteriösen Todesfälle in Tirol laufen weiter auf Hochtouren. Die Identität der unbekannten Frauenleiche und das Tatmotiv im Fall der in Innsbruck ermordeten Pensionistin seien noch unklar, teilten die Ermittler auf Anfrage der APA am Dienstag mit.

Die unbekannte Frau, die am Montag der Vorwoche neben der Brennerbundesstraße bei Schönberg gefunden worden war, könnte möglicherweise aus dem deutschen Raum stammen, hieß es in der Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos. Die 45 bis 55 Jahre alte und auffallend gepflegte Frau war unter einem Plastiksack gefunden worden. Sie war nur mit BH und Slip bekleidet gewesen. Außerdem habe sie eine grobgliedrige Kette und einen Ring aus Silber getragen.

Als weitere Merkmale der Toten hatten die Kriminalisten jeweils eine Narbe nach einer Schilddrüsenoperation, oberhalb der linken Augenbraue sowie an der zweiten Zehe (neben der Großzehe) des rechten Fußes angegeben. Letztere sei etwa zwei Zentimeter lang.

Pensionistin in Innsbruck ermordet aufgefunden

Auch bei dem Mord an der 62-jährigen Pensionistin am Donnerstag in Innsbruck tappen die Ermittler noch im Dunklen. Der Tathergang und das Motiv seien noch immer unklar. Die in der Wohnung der Toten sichergestellten Spuren werden derzeit ausgewertet, erklärte der Leiter des Referates für Gewaltdelikte bei der Bundespolizeidirektion Innsbruck, Walter Pupp.

Es seien viele Hinweise zu den Lebensumständen der ehemaligen Lehrerin eingegangen, sagte Pupp. Diese würden nun auf mögliche Berührungspunkte mit einem Täter überprüft. Von diesem fehle derzeit noch jede Spur. Man wisse außerdem noch nicht, um welches Delikt es sich handle. Von Raub bis zu einem Beziehungsdrama sei alles möglich.

Selbstmord wird ausgeschlossen

Die Leiche der 62-Jährigen war am Donnerstag gegen 15.00 Uhr im zweiten Stockwerk eines Wohnhauses im Innsbrucker Stadtteil Wilten entdeckt worden. Die allein stehende Frau war auf einem Sofa in ihrer Wohnung gefunden worden. Zwei Südtiroler Studenten hatten die unversperrte Türe geöffnet, nachdem sich die Pensionistin nicht gemeldet hatte. Die Studenten hatten eine der Wohnungen der Frau mieten wollen und hatten deshalb einen Termin mit ihr.

Die gerichtsmedizinische Obduktion der Leiche hatte ergeben, dass die Frau erdrosselt worden war. Die Ermittler hatten auf Grund der Spuren am Hals der Toten Selbstmord ausgeschlossen. Auch der Tatzeitpunkt hatte eingegrenzt werden können. Die Frau dürfte Donnerstagnacht umgebracht worden sein. (APA)

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