Israel "lockert" Schießbefehl an Sperranlage

4. Oktober 2003, 20:06
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Terroristen sollen abgehalten werden - Keine Details bekannt

Washington/Jerusalem - Israel hat die Bestimmungen für den Schießbefehl entlang der entstehenden Sperranlage im Westjordanland gelockert. Es sei begonnen worden, die Anweisungen für die Soldaten allmählich zu "lockern", um "Terroristen" von Sabotageakten an der Baustelle oder vom Eindringen nach Israel abzuhalten, sagten Militärvertreter am Freitag. Wie die neuen Bestimmungen aussehen, erläuterten sie nicht.

Annan: "ernstes Hindernis" für Friedenspläne

UNO-Generalsekretär Kofi Annan bezeichnete die Bauvorhaben unterdessen als "ernste Hindernisse" für die Friedenspläne.

Annans Sprecher Fred Eckhard sagte, der UNO-Generalsekretär sei "zutiefst beunruhigt". Während der Grenzwall "großes Leid" über tausende palästinensische Familien bringe, sei der Siedlungsbau eine klare Verletzung der Genfer Konventionen. Nach Berechnungen der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem werden sich nach Fertigstellung des Walls in etwa zwei Jahren rund 11.170 Palästinenser auf israelischer Seite befinden. Die etwa 250.000 in Ost-Jerusalem lebenden Palästinenser seien dann vom Westjordanland abgeschnitten. (APA)

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