Start frei für neue Volleyball-Liga

3. Oktober 2003, 11:40
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Mit neuem Modus kommt neue Punkteverteilung - Zwölf Teams in zwei Pools - Tirol will an Nummer-eins-Position der hotVolleys rütteln

Wien – Geht es nach den Vorstellungen von Aon hotVolleys-Präsident Peter Kleinmann, dann wird sein Verein auch in der am Freitag beginnenden Saison das Maß aller Dinge sein. Der 15-fache Meister und 13-fache Cupsieger hat die Ziele mit Meistertitel und Cupsieg hoch gesteckt. Schärfster und vielleicht wieder einziger Konkurrent um die Nummer-eins-Position im Land ist VT Tiroler Wasserkraft, das im April erst im Entscheidungsspiel der "best of seven"-Finalserie besiegt wurde und nun auf den Titel losgeht.

Neue Punkteverteilung, neuer Modus

Die Aon VolleyLeague wird nicht nur mit einem neuen Modus durchgeführt, sondern – und das wurde erst am Mittwoch bekannt – wurde auch die Punkteverteilung neu geregelt. Für einen 3:0- oder 3:1-Sieg gib es nun drei Zähler, für einen 3:2-Erfolg zwei für den Sieger und einen für den Verlierer. Die zwölf Herren-Teams sind in einen Pool Speed sowie einen Pool Flash geteilt. Je sechs Mannschaften spielen je zwei Hin- und Rückrunden, ehe es in die Playoff-Phase mit Viertelfinale (best of three), Halbfinale (best of five) und Finale (best of seven) geht.

Nationalteam von Beginn an dabei

Neu ist auch, dass das Nationalteam von Beginn an mit dabei ist. Dazu meinte Kleinmann: "Der Sonntag ist für das Nationalteam reserviert, wobei dem Gegner natürlich seine Teamspieler zur Verfügung stehen. Das heißt, wenn im Mai die Nationalteam-Bewerbe statt finden, hat Österreich schon zwanzig Spiele in den Knochen. Ich erhoffe mir dadurch einen Vorteil, langfristiges Ziel ist es, Österreich 2007 bei der EM-Endrunde dabei zu haben." Die Auslosung zur EM-Qualifikation 2004/05 erfolgt am 26. Oktober in Luxemburg. 2005 soll der Aufstieg in die Kategorie A der WM-Qualifikation erreicht werden.

Neuverpflichtungen

Die neuen Legionäre bei Meister hotVolleys sind der Finne Janne Heikkinen, der Kroate Roko Sikiric, der Tscheche Martin Kop und der Pole Maciej Dobrowolsky. Bei den Wienern liegt der Ausländer-Anteil mit sechs Legionären im Zwölf-Mann-Kader bei 50 Prozent, die Tiroler, die mit Uli Sernow als neuen Head-Coach in die Saison gehen, setzen auf sieben Legionäre. Neu verpflichtet wurden der Argentinier Lucas Chavez und Fabiano Da Silva aus Brasilien, die als erste Volleyballer ihres Landes in der österreichischen Herren-Liga spielen werden, sowie die beiden Slowaken Martin Jankovic und Michael Sladecek. Zudem wechselte u.a. Teamspieler Marian Pascariuc von Salzburg nach Innsbruck.

Tirol mit hohen Zielen

"Wir haben unser Wunschteam gefunden und verfolgen das Ziel, bis 2006 50 Prozent Österreicher-Anteil in der Grundsechs zu haben", erklärte Tirol-Manager Hannes Kronthaler. "Das Ziel für diese Meisterschaft ist es, österreichischer Meister zu werden. Und im Europacup wollen wir ins Viertelfinale." Auftaktgegner in der Aon VL ist am Samstag Döbling (19:00 Uhr). Die hotVolleys spielen ebenfalls am Samstag bei UVC Graz (18:00). Das Liga-Auftaktspiel bestreiten am Freitag im Wiener Budocenter Sokol Wien und das österreichische Nationalteam (20:15/live TW1).

Amstetten hofft auf "lustige Siege"

Zu den stärksten Mannschaften neben dem Meister und Vizemeister dürften Aich/Dob, Sokol, Döbling sowie Salzburg zählen. Als einziges Team mit dem Kader der vergangenen Saison startet Aich/Dob in die Meisterschaft. Als einziger Verein auf hundert Prozent Austrian Power vertraut Amstetten: "Dann sind wir ja schon jetzt das beste österreichische Team der Liga! Die anderen müssen gegen uns gewinnen, wofür haben sie sonst Legionäre. Wir werden Niederlagen erleiden, aber wir werden auch lustige Siege feiern. Unser Ziel ist der Klassenerhalt", meinte Manager Stefan Krejci. (APA)

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