Lange Haftstrafen für Mitglieder jüdischer Terrorgruppe in Israel

1. Oktober 2003, 16:25
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15 und zwölf Jahre Haft für die drei Angeklagten wegen Anschlagsplan auf arabische Schule

Jerusalem - Ein israelisches Gericht in Jerusalem hat am Dienstag drei Mitglieder einer anti-palästinensischen Extremistengruppe zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie hatten einen Bombenanschlag auf eine arabische Mädchenschule in Ost-Jerusalem geplant. Dies wertete das Bezirksgericht von Jerusalem als Mordversuch. Zwei der Angeklagten erhielten Strafen von je 15 Jahren, ein Dritter, der mit den Ermittlern kooperierte, muss für zwölf Jahre ins Gefängnis.

Zwei der Männer aus einer Siedlung bei Hebron waren Ende August vergangenen Jahres festgenommen worden. Ihr Verhör führte die Polizei auf die Spur zu dem dritten Extremisten, der den Bombenanschlag im Jerusalemer Vorort A-Tor geplant hatte. Die Gruppe hatte bereits einen Anhänger mit einem Sprengsatz auf einem belebten Platz zwischen dem Eingang der Schule und einem Krankenhaus abgestellt. Nach Angaben der Richter waren die Angeklagten weitgehend geständig. Sie waren bereits vor knapp zwei Wochen schuldig gesprochen worden. (APA/dpa)

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    Die drei Angeklagten wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

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