Hoffnung auf verschollenes Archiv

25. September 2003, 13:33
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Unter dem Nilschlamm wurde ein Fragment aus dem Keilschriftarchiv von Pharao Ramses II. gefunden

Kairo - Bei Ausgrabungen in Nordägypten haben deutsche Archäologen ein Fragment aus der als verschollen geglaubten Keilschriftarchiv von Pharao Ramses II. gefunden. Das fünf mal fünf Zentimeter große und mehr als 3200 Jahre alte Tonstück ist der erste Keilschriftfund in Ägypten seit 1888/89. Der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung Zahi Hawass und der deutsche Ägyptologe Edgar Pusch stellten die Ausgrabungsergebnisse am Mittwochabend in Kairo erstmals der Öffentlichkeit vor.

Das Fragment ist in babylonischer Sprache, der damaligen offiziellen Verkehrssprache zwischen den Königshäusern, verfasst. Die elf Zeilen aus einem größeren Text nehmen nach den Worten von Pusch Bezug auf einen Friedensvertrag, den Ägyptens Pharao Ramses II. und der König der Hethiter, Hattusili III., 1269 v. Chr abgeschlossen hatten. Das Hildesheimer Grabungsteam fand das Fragment 15 Zentimeter unter der Oberfläche des Nilschlamms in Kantir, rund 110 Kilometer nördlich von Kairo. Dort befand sich die Haupt- und Residenzstadt von Pharao Ramses II. (1290 bis 1224 v. Chr).

Das legendäre Keilschriftarchiv von Ramses II. galt lange als verschollen. Experten glaubten, dass es entweder bei der Verlegung der Hauptstadt nach Memphis mitgenommen wurde oder aber im Nilschlamm verwitterte. "Ein Fragment macht noch kein Archiv", sagte Pusch. "Die Hoffnung, das Archiv zu finden, hat wieder eine gewisse Berechtigung." (APA/dpa)

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    Keilschriftarchiv von Pharao Ramses II. gilt als verschollen - ein gefundenes Fragment nährt nun neue Hoffnung.

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