Strasser: FPÖ- Verhalten wirkt sich negativ auf ÖVP aus

26. September 2003, 14:37
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"Wenn ich jede Wortmeldung der FPÖ auf die Goldwaage legen würde, müsste ich einige Rosenkränze beten"

Wien - Innenminister Ernst Strasser (V) äußert sich in der morgen, Donnerstag, erscheinenden Ausgabe von "News" wieder einmal kritisch über den Koalitionspartner. Er rechnet damit, dass es nach den Wahlen vom 28. September "wieder eine gewisse Diskussion in der FPÖ entsteht". Und meint dazu: "Dass das der FPÖ schadet, ist ihre Angelegenheit. Aber es ist natürlich bedauerlich, dass sich dieses Verhalten auf die Gesamtausstrahlung der Bundesregierung und damit auch der ÖVP negativ auswirkt."

Allerdings zeigt Strasser Gelassenheit: "Es kann jedenfalls keine Überraschungen mehr geben, wenn man dreieinhalb Jahre mit einem Koalitionspartner FPÖ gearbeitet hat."

"Schweigen"

"Ein wenig zum Schmunzeln" findet es Strasser, "wenn führende Vertreter der FPÖ auf die Vernunft anderer Parteien hoffen" - wie die FPÖ in Sachen Steuerreform in Richtung ÖVP erklärte. "Dazu würde mir etwas einfallen, aber die Höflichkeit gebietet mir, dazu zu schweigen."

Erstaunlich ist, dass Strasser über den Ex-FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler meint: "Schade, dass er nicht mehr in der Politik ist." Darauf angesprochen, dass Westenthaler ihn doch immer besonders scharf attackiert habe, meint der ÖVP-Politiker: "Wenn ich jede Wortmeldung von Spitzenrepräsentanten der FPÖ, insbesondere aus dem Süden Österreichs, auf die Goldwaage legen würde, dann müsste ich einige Rosenkränze beten und Messen lesen lassen. Den Stil einer Partei werde ich nicht ändern." (APA)

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