Politiker hielten sich am Ulrichsberg zurück

23. September 2003, 09:07
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1.500 Teilnehmer bei "Heimkehrertreffen"

Klagenfurt - Beim 44. Heimkehrertreffen auf dem Ulrichsberg bei Klagenfurt gedachten am Sonntag etwa 1.500 Teilnehmer der Opfer der beiden Weltkriege und des Kärntner Abwehrkampfes. Politikerreden gab es keine, die Ulrichsberggemeinschaft hatte auf Grund der bevorstehenden Landtagswahl im März 2004 davon Abstand genommen.

Bei strahlendem Spätsommerwetter ließen sich am Sonntagvormittag die meisten der Besucher mit dem eingerichteten Busdienst vom Fuß des Ulrichsbergs zur Gedenkstätte chauffieren. In früheren Jahren musste man noch zu Fuß gehen. Trotzdem waren weniger Besucher gekommen als in den Jahren zuvor, die Veranstalter hatten mit gut 2.000 Teilnehmern gerechnet.

Erste Festrednerin

Die Festrede hielt - erstmals beim Heimkehrertreffen - eine Frau. Die Kärntner Historikerin und Präsidentin des Geschichtsvereins, Claudia Fräss-Ehrfeld, bezeichnete die Veranstaltung als wichtiges Gedenken an gefallene Kameraden. Die Kriegsheimkehrer hätten damals keine Möglichkeit gehabt, sich zu äußern. Dabei wäre es wichtig gewesen, sich die Dinge von der Seele zu reden, betonte Fräss-Ehrfeld, die die Bedeutung des Dialogs zwischen den Veteranen und den späteren Generationen betonte.

Der Präsident der Ulrichsberggemeinschaft, der ehemalige SP-Landeshauptmannstellvertreter Rudolf Gallob, meinte in seiner Begrüßung: "Es ist keine Frage, dass wir, die wir den Krieg erlebt haben, für den Frieden eintreten." Der Krieg sei "das Grauslichste, was es gibt", und es müsse alles getan werden, um ihn zu verhindern, auch wenn es notwendig sei, ein wenig von dem Wohlstand abzugeben, um den Frieden zu erhalten. (APA)

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