Tumpel: "Höhepunkt des industriepolitischen Versagens"

21. September 2003, 20:06
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Entscheidung "grundfalsch", Durchführung "dilettantisch"

Wien - Massive Kritik an der weiteren Privatisierung der voestalpine übt am Freitag Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel. Er bezeichnet den voest-Börsegang als "bisherigen Höhepunkt des industriepolitischen Versagens der Regierung". Mit der Börse-Privatisierung gebe es keinen österreichischen Kernaktionär mehr, der die Zukunft der voest sichern könne, so Tumpel in einer Presseinformation.

Ohne Syndizierung seien auch die derzeit in österreichischer Hand befindlichen Anteile nicht als Kernaktionär zu bezeichnen und böten daher in Zukunft nicht den notwendigen Schutz, meint der AK-Präsident. Abgesehen davon, dass er die Entscheidung für "grundfalsch" halte, sei auch die Durchführung vom Zeitpunkt des Verkaufs bis zur Abwicklung "dilettantisch". Daher liege der Aktienwert weit unter dem tatsächlichen Wert der voest. "Da wird Vermögen der Steuerzahler um jeden noch so niedrigen Preis verschleudert", kritisiert der AK Präsident.(APA)

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