ÖIAG: Erlöse der Umtauschanleihe nicht für Grasser-Dividende

19. September 2003, 19:05
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Staatsholding will Viertelmilliarde aus der Voest-Wandelanleihe "kreativ veranlagen"

Wien - Die rund 240 Mio. Euro, die der staatlichen Beteiligungsholding ÖIAG aus der dreijährigen Umtauschanleihe auf Aktien des Linzer Stahlkonzerns Voestalpine zufließen werden, sollen am Kapitalmarkt veranlagt werden. "Das Kapital wird wie im Fall der Telekom Austria kreativ veranlagt", sagte ÖIAG-Sprecherin Viktoria Kickinger Donnerstagabend.

Die ÖIAG hatte im vergangenen Juli eine 325 Mio. Euro schwere Anleihe, wandelbar in 5 Prozent des Grundkapitals der Telekom Austria, begeben. Die Staatsholding hatte gleichzeitig angekündigt, mit der Veranlagung in den drei Jahren Laufzeit bis zu 18 Mio. Euro Ertrag - jährliche Zinszahlungen für den 1,125 Prozent-Kupon bereits abgezogen - erzielen zu wollen.

Entschieden zurück gewiesen wurde, das über den Bond aufgenommene Kapital sei für die von Finanzminister Karl-Heinz Grasser für 2002 und 2003 verlangte Dividende von insgesamt 300 Mio. Euro bestimmt.

Die jetzt geplante Voest-Wandelanleihe der ÖIAG, die nur an Banken und Versicherungen verkauft werden soll, soll mit rund 5,94 Millionen Aktien (15 Prozent des Voest-Grundkapitals) - unterlegt werden. (APA)

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