Kontextualisierte Kristalle

26. September 2003, 12:26
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Internet-Museum rund um den Kristall und die Künste in Zusammenarbeit mit dem Leopold Museum

Wien - Eine neue Interpretation von Museum stellte am Donnerstag, das Team von "thechristalweb" im Leopold Museum vor. Rund um den Kristall drehen sich die 1800 Exponate, 350 biografischen Daten und 350 übergeordneten Themen, die unter http://www.thecrystalweb.org online gingen. Vom 19. bis 22. September gibt es das virtuelle Museum auch als interaktive Installation im Atrium des Leopold Museums "zum Angreifen".

Ein "Wissensraum zwischen Enzyklopädie und Internet" ist laut Wolfgang Pauser, von dem die Idee zum "christalweb" stammte, seit Beginn des Projekts vor zwei Jahren entstanden. Über ein so genanntes "Liquid-Infospace" könne anhand selbst gewählter Assoziationsketten gesurft werden.

Kontextualisierung als Ziel

Der Kristall in verschiedenen Fachbereichen von Musik über Architektur, Literatur und bildender Kunst bis zu Naturwissenschaft und Popkultur steht im Zentrum der Plattform. "Nicht punktuelle Information, sondern Kontextualisierung des Wissens" sei das Ziel der von einer Redaktion betreuten Artikel, erläuterte Projektleiterin Sandra Manhartseder. Daher wird auch nicht auf Internet-übliche Weise gesucht, die "Suche"-Funktion fehlt auf der Seite.

Getragen wird "thechristalweb" vom gemeinnützigen Verein Polygon, Hauptsponsor ist die Firma D. Swarovski & Co. In der Zukunft soll der Bestand erweitert werden, im Archiv sind bereits 5000 weitere Exponate vorhanden. Während der Langen Nacht der Museen (20. September) zeigt eine zwölf mal neun Meter große Außenprojektionen auf der Fassade des Leopold Museums das virtuelle Museum, das von Besuchern der Installation im Haus über vernetzte Touchscreens begangen werden kann. (APA)

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