Singapur stellt schwarze Schafe unter Händlern an den Pranger

25. September 2003, 10:40
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Um das Vertrauen der Touristen zu stärken

Singapur will schwarze Schafe unter seinen Einzelhändlern zum Schutz von Touristen an den Pranger stellen. Die Namen von Geschäften, über die innerhalb von drei Monaten mehr als drei Beschwerden von Urlaubern eingehen, sollen künftig in Singapurs Tourismus-Broschüren und im Internet veröffentlicht werden, teilte die Tourismusbehörde (STB) des Stadtstaats am Donnerstag mit.

511 Beschwerden

Im vergangenen Jahr gingen bei der STB 511 Beschwerden von Urlaubern über Einzelhändler ein. Die meisten davon richteten sich gegen Verkäufer von Elektronikartikeln, die ihre Ware angeblich überteuert angeboten oder falsche Auskünfte gegeben hatten.

Vertrauen stärken

Mit dem Schritt wolle Singapur das Vertrauen der Touristen stärken, hieß es von der Behörde. Die Maßnahme sei lange überfällig, weil der Ruf des Stadtstaats als "freundliches Reiseziel, das Spaß macht", auf dem Spiel stehe, sagte STB-Vorsitzender Lim Neo Chian. Ein Händler werde von der "Schwarzen Liste" erst wieder gestrichen, wenn sechs Monate lang keine Beschwerden mehr über ihn laut würden.(APA/dpa)

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