Keine ästhetische Errungenschaft?!

22. September 2003, 19:16
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Bestseller-Autor Stephen King erhielt den National Book Award - Eine Auszeichnung, die Kritik nach sich zieht

New York - Der Bestseller-Autor Stephen King ist am Montag mit einem der bekanntesten Literaturpreise der USA, dem National Book Award, ausgezeichnet worden. "Das ist wohl das Aufregendste, was mir in meiner Karriere als Schriftsteller seit dem Verkauf meines ersten Buches im Jahr 1973 passiert ist", sagte der 55 -Jährige.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Dollar (8.864 Euro) wolle er der National-Book-Stiftung für ihre Programme zur Förderung von Kindern und Jugendlichen zurückgeben.

"Die Medaille aber werde ich bis zu meinem Lebensende aufbewahren und wie einen Schatz hüten", sagte der Autor von Horror-Romanen und Thrillern. Seine Bücher sind in einer Gesamtauflage von mehr als 300 Millionen Exemplaren erschienen. Viele von den Romanen wurden erfolgreich verfilmt, darunter auch seine erste Erzählung "Carrie" von 1974.

Der National Book Award ist namhaften Schriftstellern wie John Updike, Philip Roth, Saul Bellow oder Toni Morrison verliehen worden. Yale-Literaturprofessor Harold Bloom kritisierte die Auszeichnung Kings: "Dass sie glauben konnten, dass in seinen Werken auch nur ein bisschen literarischer Wert, ästhetische Errungenschaft oder erfinderische Intelligenz stecken, bezeugt einfach ihre eigene Dummheit", kritisierte er die Stiftung in einem Gespräch mit der Zeitung "New York Times". Die Preisverleihung findet am 19. November statt.(APA)

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