"Bevölkerungsexplosion" auf Insel der "Bounty"-Meuterer

19. September 2003, 15:34
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Das erste Baby seit 17 Jahren - Einwohnerzahl von Pitcairn beträgt nun 48

Canberra - Die abgelegene Pazifik-Insel Pitcairn, auf der sich vor mehr als 200 Jahren die Meuterer der "Bounty" niederließen, hat am Wochenende einen dramatischen Bevölkerungsschub verzeichnet: Es wurde ein Kind geboren - das erste seit nunmehr 17 Jahren. Mit Emily Rose, einer direkten Nachfahrin von Chef-Meuterer Fletcher Christian, stieg die Einwohnerzahl nach Angaben eines Pitcairn-Experten auf 48.

Die Inselbewohner hätten ihn informiert, dass Emily Rose und ihre Mutter Nadine Christian nach der Geburt in der Nacht auf Sonntag wohlauf seien, berichtete Herbert Ford, Wissenschafter am Pacific Union College in Kalifornien. Das neue Baby beflügelt die Hoffnung der Insulaner auf einen Fortbestand ihres Volkes, das in den vergangenen Jahrzehnten arg zusammengeschmolzen ist.

Meuterer

Ford zufolge lebten in den dreißiger Jahren noch mehr als 230 Menschen auf Pitcairn. Die ersten Menschen ließen sich 1790 auf der nur 1,6 Kilometer breiten und 3,2 Kilometer langen Insel nieder: Fletcher Christian, zweiter Leutnant des britischen Marineschiffes "Bounty", hatte im Jahr zuvor mit seinen Anhängern gegen Kapitän William Bligh gemeutert.

Nachdem sie den Kapitän und dessen Getreue in einem offenen Boot ausgesetzt hatten, suchten sie mit der "Bounty" einen Zufluchtsort vor der britischen Marine. Mit ihren Frauen, ließen sich die Seeleute schließlich auf der bis dahin unbewohnten Insel nieder. Pitcairn liegt auf halber Strecke zwischen Neuseeland und Peru und wird von der britischen Regierung verwaltet. (APA/AP)

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