Bürgermeister von Lassing vor Gericht

15. September 2003, 10:11
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Rechtswidriger Bau Gegenstand einer Schöffenverhandlung in Leoben

Leoben - Wegen Amtsmissbrauchs musste sich der Bürgermeister von Lassing, Fritz Stangl (V), am Montag vor einem Schöffengericht in Leoben verantworten. Ihm wird vorgeworfen, einen rechtswidrigen Bau in seiner Gemeinde toleriert zu haben. Das Haus gehört Georg Hainzl, dem einzigen Überlebenden der Bergwerkskatastrophe 1998. Die Baubewilligung wurde mittlerweile erteilt.

Georg Hainzl hatte im Jänner 2002 ein Bauansuchen für ein Haus auf seinem Grundstück in Lassing gestellt. Da es sich dabei aber um ein als Freilandfläche gewidmetes Grundstück handelte, wurde vorerst keine Bewilligung erteilt. Hainzl baute ab August trotzdem. Während der Bauwerber selbst eine Verwaltungsstrafe erhielt, wurde gegen den Bürgermeister Anklage wegen Verdachts des Amtsmissbrauchs erhoben: Ihm wird vorgeworfen, nicht oder nicht schnell genug gegen den Schwarzbau eingeschritten zu sein.

Eine anonyme Anzeige heuer im Februar hatte den Stein ins Rollen gebracht. Stangl hatte gegen die Anklage zunächst Einspruch erhoben, der vom Oberlandesgericht Graz jedoch abgewiesen wurde.(APA)

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