Außereuropäische Wissenschafter kritisieren Nein zur Gentechnik

14. September 2003, 16:00
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Biotechnologie sei Beitrag zum Kampf gegen den Hunger in der Welt

Köln - Wissenschafter aus aller Welt haben kurz vor einem Biotechnologie-Kongress in Köln Europas ablehnende Haltung zur Gentechnik scharf kritisiert. Die Europäer sollten endlich das "Klima der Angst" bei der Biotechnologie überwinden und so einen Beitrag zum Kampf gegen den Hunger in der Welt leisten, forderten am Freitag Wissenschafter aus Südafrika, Indien, der Schweiz und von den Philippinen.

"Den europäischen Gentechnik-Gegnern scheint ihre Ideologie wichtiger zu sein als der landwirtschaftliche Fortschritt in den Entwicklungsländern", sagte die südafrikanische Forscherin Prof. Jocelyn Webster. Anlass für den Kongress ist die 75-Jahr-Feier des Kölner Max- Planck-Instituts für Züchtungsforschung an diesem Samstag (13. September). Zu dem Treffen mit dem Thema "Grüne Biotechnologie und globale Verantwortung" werden etwa 100 Teilnehmer erwartet.

Die philippinische Wissenschafterin Margarita Escaler hob hervor: "Für Asien und Afrika steht wesentlich mehr auf dem Spiel als für das Gentechnik-skeptische Europa." Der Schweizer Prof. Klaus Ammann von der Universität Bern warf den europäischen Biotechnologie-Gegnern "Engstirnigkeit" vor. Es gerate in Vergessenheit, welche große Chance die Technologie für die Entwicklungsländer sei. (APA/dpa)

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    Zerstörung eines Felds mit gentechnisch verändertem Mais in Italien

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