Apple verklagt Apple

6. Oktober 2003, 18:11
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Beatles werfen Computerhersteller Vertragsbruch vor

Apple Corps, die Plattenfirma der Beatles, hat den Computerhersteller Apple verklagt. Apple wird beschuldigt, mit seinem Audio-Player iPod und dem Musik-Download-Service iTunes gegen eine Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen verstoßen zu haben, wie Fox News heute, Freitag, berichtet. Die Klage wurde bereits vor einiger Zeit am High Court of Justice in London eingereicht, aber erst vor wenigen Tagen Apple in Kalifornien zugestellt.

Vergleich

Die Beatles hatten Apple Records, das über die Holding Apple Corps im Besitz der Band ist, 1968 gegründet. Als Steve Jobs Apple Computer gründete, haben die Beatles die Namensvergabe geklagt und den Fall gewonnen. Apple musste eine große Geldsumme zahlen und versprechen, dass es den Namen nur für Computer verwende, nicht aber für den Musikmarkt. Bereits wenige Jahre später verklagten die Beatles Apple erneut, weil es Musik-Software entwickelte. Apple musste damals einen Schadensersatz von rund 26 Mio. Dollar zahlen und sein Versprechen erneuern.

Unbeachtet

Mit Jobs Ankündigung des Music-Players iPod und der Website iTunes sahen die Beatles ihre Abmachung wieder einmal ernsthaft gefährdet. "Apple wusste, dass wir einen Vertrag haben und dass wir ihnen schon eine Menge Geld abgenommen haben", so ein Beatles-Anwalt.(pte)

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