USA weiterhin gegen Ausweisung Arafats

12. September 2003, 11:26
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Boucher: "Kein hilfreicher Schritt"

Washington - Die USA haben am Donnerstag ihre ablehnende Haltung zu einer Ausweisung von Palästinenserpräsident Yasser Arafat bekräftigt. Ein solcher Schritt wäre "nicht hilfreich", da Arafat dann von einer internationalen Bühne aus agieren könne, sagte US- Außenamtssprecher Richard Boucher in Washington.

"Unsere Sichtweise zu Arafat hat sich nicht geändert", erklärte Boucher weiter. "Und unsere Sicht ist, dass er Teil des Problems ist und nicht Teil der Lösung." Das israelische Sicherheitskabinett hatte am Donnerstag einen Grundsatzbeschluss zur Ausweisung Arafats gefasst.

Arafat hat erbitterten Widerstand gegen eine mögliche Ausweisung durch Israel angekündigt. Er werde sich nicht "hinauswerfen" lassen, sagte Arafat am Donnerstagabend in seinem Hauptquartier in Ramallah. "Sie können mich mit ihren Bomben umbringen, aber ich werde nicht gehen." Hunderte Palästinenser versammelten sich unterdessen vor Arafats Hauptquartier um ihre Solidarität zu bekunden. (APA/dpa/AFP)

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