Rätselraten um Dichand-Bezüge

19. September 2003, 14:53
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Gehaltsschub für WAZ nicht zwingend

Nach wie vor herrscht Uneinigkeit zwischen den "Krone"-Hälfteeigentümern Hans Dichand und WAZ bezüglich der Vertragssituation des neuen Chefredakteurs Christoph Dichand: "Ich arbeite jetzt seit 1. Februar 2003 als Chefredakteur und habe bis dato noch keine Chefredakteursgage erhalten", zitiert Christian W. Muchas "Extradienst" den Junior-Chef. Und beziffert die geforderte Summe mit 21.000 Euro.

Aus WAZ-Kreisen heißt es freilich, man wisse von diesem Betrag nichts. Es gebe vielmehr den Wunsch nach 26.000 Euro monatlich, plus garantierter Tantieme von 100.000 Euro jährlich. Den die WAZ aber so nicht akzeptieren wolle. Dass mit dem Aufgabenwechsel vom Junior automatisch eine Änderung der Bezüge verbunden sein soll, sieht man dort als nicht zwingend an.

Verwirrung herrscht mittlerweile um die Bezüge des Seniorchefs. Laut "Extradienst" handelt es sich bei den 713.000 Euro um eine "Gewinnausschüttung mit Gage". Die WAZ beharrt: Das sei nur die Vergütung, die Dichand als Chefredakteur, Herausgeber und Geschäftsführer der "Krone" bekam. Zusätzlich kassiere Dichand 50 Prozent vom Gewinn. Die WAZ will wie berichtet Dichands Vertragssituation aufgreifen. Ab Dezember fordert Dichand angeblich rund 739.000 Euro monatlich. Christoph Dichand war zu Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (prie/DER STANDARD, Printausgabe, 12.9.2003)

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