IV: Auslandsinvestoren nicht "verteufeln"

15. September 2003, 10:48
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Peter Mitterbauer, Präsident der Industriellenvereinigung, bricht in Sachen Voest-Privatisierung eine Lanze für mögliche ausländische Eigentümer

Wien - In der Diskussion über die Voestalpine-Privatisierung hat die Industriellenvereinigung (IV) am Donnerstag eine Lanze für die ihrer Meinung nach pauschal "verteufelten" Auslandsinvestoren gebrochen. "Was mich an der Diskussion stört, ist, dass der Eindruck erweckt wird, dass bei jedem Unternehmen, das sich nicht im österreichischen Besitz befindet, das Headquarter gefährdet ist", sagte IV-Präsident Peter Mitterbauer bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Das sei ein "Totschlagargument", zu dem es viele Gegenbeispiele gebe.

Als Gegenbeispiel führte Mitterbauer die zum südafrikanischen Mondi-Konzern gehörende Frantschach AG an, die nachdem die Mehrheit in ausländische Hände übergegangen war, nicht weniger "sondern mehr Aktivitäten nach Österreich verlegt" habe. Weiters nannte die IV den finnischen Paradekonzern Nokia, der sich mehrheitlich in nicht-finnischem Besitz befinde.

Grundsätzlich könne man einen Standort nicht dadurch absichern, den Einzug ausländischer Investoren zu verhindern, sondern nur durch eine Wirtschaftspolitik, die den Standort für Investitionen attraktiv macht, glauben die Industriellen. (APA)

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