Falsche Beschuldigungen der US-Musikindustrie?

18. September 2003, 19:47
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Student besaß keinen Computer, befand sich im Ausland und fand sich trotzdem auf der RIAA Liste

Ein Student des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) setzt sich gegen die Vorladung der Recording Industry Association of America (RIAA) zur Wehr, berichtet der Online-Dienst The Tech .

Ihm wird vorgeworfen mit der Tauschbörse Kazaa unter dem User-Name "crazyface@KaZaA" illegal Audio-Files heruntergeladen zu haben.

Ferien

Allerdings hat sich der Student namens Claudiu A. Prisnel während des angegeben Zeitraums gar nicht auf der Universität aufgehalten, da er zu diesem Zeitpunkt in Europa war. Diese Tatsache kann er anhand von Flugtickets und Einreisebewilligungen beweisen, auch war er in Begleitung eines Freundes unterwegs.

Kein Computer

Zudem besaß der Student, der selbst aus Rumänien kommt, niemals einen eigenen Computer in den USA. Für diese Tatsache bürgen auch zwanzig seine Kommilitonen mit ihrer Unterschrift.

Name unbekannt

Schließlich betont Prisnel, das er nie etwas mit dem User-Namen "crazyface@KaZaA" zu tun gehabt habe.

Vergessen?

Nachforschungen des MIT haben ergeben, das Prisnel sich mit seinem Namen auf einem ausgeborgten Computer ins MIT-Netzwerk und somit auch ins Internet eingeloggt hatte. Prisnel selbst gibt allerdings an, sich daran zu nicht erinnern.

Verdächtigungen

Der Fall selbst dürfte noch lange nicht gelöst werden. Prinels ist zudem nicht der erste, der als potentieller Täter am MIT gehandelt wurde. Bereist im Sommer wurde eine Teilnehmerin eines Sommerprogramms der Universität verdächtigt.

Das MIT selbst muss Kritik erdulden, überhaupt die Daten der Studenten zu veröffentlichen. Bisher waren ähnliche Forderungen von Seiten der RIAA zurückgewiesen worden (Der Webstandard berichtete).(red)

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