Geringe Infektionsgefahr durch Tauben

14. September 2003, 20:22
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Studie wertete alle weltweit registrierten Fälle aus - Füttern dennoch nicht empfohlen

München - Die Gefahr von Krankheitsübertragungen durch Tauben wird einer neuen Studie zufolge überschätzt. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, werteten Wissenschafter der Universität Basel alle weltweit registrierten Fälle von Infektionen durch Tauben oder deren Kot aus. Sie seien zu dem Ergebnis gekommen, dass international lediglich 164 Ansteckungen dokumentiert sind. Nur wenige davon sind schwerer Natur. Eine einzige Salmonellenerkrankung auf Grund von Kontakt mit Tauben ist nachgewiesen.

Der Leiter der Studie, der Medizin-Biologe Daniel Haag- Wackernagel, sagte dem Blatt: "Mit der Infektionsgefahr kann das Töten von Tauben nicht mehr begründet werden." Viele Kommunen lassen die als "Bazillenbomber" verschrienen Vögel erschießen oder vergiften. Jährlich sterben so Tausende Tiere. Um die Zahl der Tauben einzudämmen, sollten die Bürger überzeugt werden, die Vögel nicht mehr zu füttern, meint Haag-Wackernagel. (APA/dpa)

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