SPÖ fordert Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung

29. August 2003, 14:11
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Neben den Rechten auf Teilzeitarbeit und Kindergartenplätze soll die Kindergarten-Milliarde wieder eingeführt werden

Wien - "Spürbare Taten" statt "mahnende Worte" fordert die SPÖ von der Regierung in der seit Tagen laufende Debatte über Österreichs geringe Kinderquote. Im Forderungspaket der SPÖ findet sich der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz, die Wiedereinführung der "Kindergarten-Milliarde", ein Recht auf Teilzeitarbeit sowie die Schaffung eines eigenen "Kinder- und Jugendausschusses" im Parlament.

Kinderwunsch bestehe sehr wohl

Der Regierung - und insbesondere Bildungsministerin Gehrer warfen Familiensprecherin Andrea Kuntzl und Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek eine "rückschrittliche und veraltete Politik" vor. Laut Studien bestehe bei der Jugend sehr wohl der Wunsch nach Kindern, die Politik müsse dafür allerdings die Rahmenbedingungen schaffen, meinte sie.

Es müsse für jedes Kind einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz geben, so Kuntzl. Die Eltern dürften nicht zu "BittstellerInnen" werden. Heinisch-Hosek möchte einen Schwerpunkt auf das Bildungssystem legen. Bei den über Sechs-Jährigen sei die Betreuung "mangelhaft", weshalb Ganztagesschulen nötig seien. Das Defizit an Lehrlingsplätzen will sie mit Lehrlingsstiftungen und einer "Ausbildungsgarantie" für Junge bekämpfen. Um die fehlende "Lobby" der Jugend zu kompensieren, solle das Wahlalter bundesweit auf 16 Jahre gesenkt werden und ein eigener Ausschuss im Nationalrat eingeführt werden. (APA)

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    Im Forderungspaket der SPÖ findet sich u.a. der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz.
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