Lenzing ist in den USA der Faden gerissen

31. August 2003, 19:31
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Faserhersteller sucht dringend Käufer für US-Beteiligung

Wien - Der Faserhersteller Lenzing sucht dringend einen Käufer für seine US-Beteiligung. Die Österreicher haben den Rückzug aus der LFC (Lenzing Fibres Corporation), an der sie 39 Prozent halten, zumindest bilanziell schon hinter sich. Ab Mitte 2003 scheint die US-Beteiligung nur noch at equity in der Bilanz auf, die Vorsorgen seien bereits 2002 erledigt worden, so Finanzvorstand Peter Untersperger bei der Halbjahrespressekonferenz am Dienstag.

Schon jetzt gebe es keine wesentliche Zusammenarbeit mit dem Mehrheitseigentümer mehr, betont der Lenzing-Vorstand. LFC habe im ersten Halbjahr ein Minus von ein bis zwei Mio. Euro eingefahren.

Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr 2003 mit einem schwächeren Ergebnis, ein Absturz sei aber nicht zu erwarten. Die Marktschwäche werde sich auch im zweiten Halbjahr fortsetzt. Damit sei das Rekordergebnis von 2002 heuer außer Reichweite, sagte Lenzing-Vorstandschef Thomas Fahnemann. Weltweit hohe Garnlager, niedrige Baumwoll- und Polyesterfaserpreise und flaue Nachfrage würden die Preise im Kerngeschäft Faser drücken. Dazu komme der starke Euro, der Exporte in den Dollarraum erschwere und gleichzeitig zu Importdruck aus Asien führe. (rose, DER STANDARD Printausggabe 27:08.2003)

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