Tourismus verträgt keinen Ladenschluss

29. August 2003, 20:06
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Forderungen nach flexibleren Saisonierregelungen

Itter - Hans Ager ist nicht nur Bundesratspräsident, sondern auch der "Ittererwirt". Dank der Nähe zu Alpbach folgten seiner Einladung zum "Tourismusgipfel" nach Itter im Tiroler Unterland Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und EU-Kommissar Franz Fischler, sowie an die 30 Vertreter der Branche.

Marke Österreich

Schüssel kritisierte die unzureichend herausgebildete "Marke Österreich" und wartete mit dem Slogan "Hier kann man Jahreszeiten erleben" auf. Marketinggelder sollen daher künftig "gebündelt" werden. Gegenüber Forderungen der Branche, die Eigenkapitalbildung steuerlich zu erleichtern, gab sich Schüssel aufgeschlossen, ohne konkrete Zusagen zu machen.

Adi Werner, Obmann der Landessektion der Touristiker, warnte vor einer unmittelbar bevorstehenden "Unternehmerlücke" sollten die Bedingungen für Betriebsübergaben nicht rasch steuerlich erleichtert werden.

Forderungen an Wirtschaftsminister

Vor allem an Bartenstein richteten sich Forderungen nach flexibleren Saisonierregelungen und rascheren Bewilligungsverfahren. Fischler warnte davor, Tourismusförderung eigens in der EU zu verankern, diese käme dann den Schwachen und daher nicht Österreich zugute.

"Ohne sieben Tage Öffnungszeit rund um die Uhr gibt es keinen Tourismus", stellte Schüssel klar und forderte die Gewerkschaft auf, diese "Notwendigkeiten" stärker zu berücksichtigen.

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