Hunderte bei Demo von linkem Bündnis in Wien

25. August 2003, 17:01
17 Postings

Nowotny-Grab: Statt Aufmarsch von Rechtsextremisten lediglich ein paar Aktivisten

Wien - Ruhig blieb es heute, Samstag, in Wien trotz der angekündigten Proteste gegen die Aberkennung des Ehrengrabes des NS-Luftwaffenoffiziers Walter Nowotny. Nachdem ein Aufmarsch des laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) extremen "Schutzbündnis Soldatengrab" vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) untersagt worden war, versammelten sich gegen 14.00 Uhr lediglich Anhänger eines linken Bündnisses beim Westbahnhof, die gegen einen allfälligen Aufmarsch von Rechtsextremisten protestieren wollten.

Nach Angaben der Polizei waren es rund 300 Teilnehmer. Laut dem Sprecher des Bündnisses handelte es sich um etwa 500 Demonstranten. Trotz des Verbots des "Nazi-Aufmarsches" habe man mit der Demo gezeigt, "dass wir es nicht dulden werden, dass Nazis bei uns auf die Straße gehen", sagte der Sprecher. Der Protest sollte nach einem Marsch über die Mariahilfer Straße auf dem Heldenplatz in der City zu Ende gehen.

Seitens des "Schutzbündnisses Soldatengrab" kamen trotz der Untersagung einige wenige Aktivisten zum Westbahnhof. Die Polizei nahm von einem Großteil von ihnen die Personaldaten auf. An im Vorfeld möglicherweise als neuralgisch bezeichneten Punkten, wie zum Beispiel beim Zentralfriedhof, blieb es nach Angaben der Exekutive ruhig.(APA)

Share if you care.