Wunsch-Titel für Uschi Glas' Memoiren verboten

21. August 2003, 14:19
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"Zur Sache Schätzchen" lehnt sich an gleichnamigen Film an und ist rechtlich geschützt

München - Uschi Glas darf ihre Autobiografie nicht "Zur Sache, Schätzchen" nennen. Mit der Hauptrolle in diesem Film von 1968 hatte die Schauspielerin ihren Durchbruch und ihr "Schätzchen"-Image geprägt. Autor Werner Enke, der auch die Hauptrolle spielte, und seine Lebensgefährtin, die Regisseurin May Spils, haben den Titel rechtlich schützen lassen.

Enke erklärte der Münchner "Abendzeitung": "Wir haben uns geärgert, dass sich Uschi den Titel ausgesucht hat." Das war aber nicht der einzige Grund. "Es war schon oft genug der Fall, dass andere Firmen und Autoren den Titel ausgeschlachtet haben: 'Zur Kasse, Schätzchen', 'Zur Sache, Kanzler' und so. Damit ist jetzt Schluss", sagte der 62-jährige gebürtige Berliner.

Nicht sauer

Enke und Spils wollen selbst ein Buch zum Film herausbringen, "vielleicht das Original-Drehbuch", sagte Enke. Da wäre der Titel wirklich passend, erklärte er. "Aber es wäre falsch, wenn Uschi ihre Memoiren an dem Titel aufhängt." Die Schauspielerin sei nicht sauer. "Wir haben lange mit Uschi gesprochen", sagte Enke. Vielleicht könne sie ihr Buch einfach nur "Schätzchen" nennen. "Denn das ist sie ja nun mal, das wollen wir gar nicht bestreiten." (APA)

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    Die deutsche Schauspielerin Uschi Glas.

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