Mali

25. September 2003, 17:18
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Bamako - Mali gehört mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 240 Dollar (213 Euro) im Jahr zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Fast zwei Drittel der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Das westafrikanische Binnenland, in dessen Norden die Sahara reicht, ist dünn besiedelt.

Auf 1,2 Millionen Quadratkilometern leben nur etwa elf Millionen Menschen. Die Lebenserwartung liegt bei 50 Jahren. Die Analphabetenquote wird auf 60 bis 68 Prozent geschätzt. Das Inlandsprodukt wird fast zur Hälfte vom Agrarsektor erwirtschaftet. Hauptexportgüter sind Gold und Baumwolle. Die Industrie trägt nur weniger als 20 Prozent bei.

Zu neunzig Prozent islamisch

Mali ist ein islamisch geprägtes Land. Der Anteil der Moslems liegt bei 90 Prozent. Staat und Religion werden aber getrennt. Nach der Unabhängigkeit der früheren französischen Kolonie 1960 wurde Mali von Misswirtschaft und Diktatur beherrscht. Seit 1992 wird das Land demokratisch regiert. Es gibt eine freie Medienlandschaft. Nach wie vor sind jedoch Frauen benachteiligt. Die Genitalverstümmelung von Mädchen ist weiter Brauch. (APA/dpa)

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