Kaum Wechsel von "Abfertigung alt" zu "Abfertigung neu"

19. August 2003, 11:09
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Wechsel ins neue System laut Erhebung relativ gering - 419.000 Arbeitnehmer haben "Abfertigung neu"

Wien - Bereits 419.000 Arbeitnehmer befinden sich im System der Abfertigung Neu, geht aus einer Erhebung des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger im Auftrag der Wirtschaftskammer hervor. Der Leiter der Sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer, Martin Gleitsmann, erklärte Montag im Radio-Morgenjournal des ORF, ungefähr 20 Millionen Euro seien bisher an Beiträgen für die Abfertigung Neu von den Unternehmen an die Mitarbeitervorsorgekassen überwiesen worden.

In die Abfertigung Neu fallen alle jene Arbeitnehmer, die ab Beginn 2003 einen neuen Job angetreten haben. Die Unternehmer zahlen 1,53 Prozent des Bruttogehalts an eine von neun Mitarbeitervorsorgekassen, die das Geld unter strengsten Auflagen verwalten. Eine Auszahlung der Abfertigungsansprüche gibt es unabhängig von Kündigung oder Jobwechsel frühestens nach drei Jahren, wobei auch der Anspruch als "Rucksack" mitgenommen werden kann.

Gleitsmann erklärte, dass der Wechsel von der Abfertigung alt ins neue System bisher "relativ gering" sei. Die Unternehmer und auch die Arbeitnehmer überlegten noch, ob sie aus der bisherigen Rechtssituation in das neue Mitarbeitervorsorgemodell wechseln sollen. "Wir erwarten, dass sich die Zahl der Übertrittsfälle in der Folge häufen wird".

Mit dem Modell der Abfertigung Neu hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf eine Abfertigung. Bisher konnten nur 15 Prozent der Arbeitnehmer eine Abfertigung lukrieren, wobei die Ansprüche im alten System deutlich höher sind als im neuen.

(APA)

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