Vogelgrippe: China empfiehlt Bürgern Fieberkontrolle

28. Jänner 2014, 15:55
2 Postings

Lebende Vögel gelten als die Hauptursache für Infektionen mit dem Erreger - Lebendgeflügel-Märkte sollen geschlossen werden

Seit Anfang des Jahres sind in China mindestens 20 Menschen an der Vogelgrippe A(H7N9) gestorben, rund 100 wurden infiziert, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Wegen der neuerlichen Erkrankungen raten Chinas Behörden nun den Bürgern, Fieber zu messen. Menschen mit einer Temperatur von mehr als 38 Grad Celsius und Kontakt zu lebenden Vögeln sollten Krankenhäuser zur Kontrolle auf den Erreger aufsuchen, empfiehlt Chinas Zentrum für Seuchenbekämpfung unter Berufung auf zuständige Behörden am 28. Jänner.

In der ostchinesischen Provinz Zhejiang hatten die Behörden das Handelsverbot mit lebendem Geflügel bereits am 27. Jänner ausgedehnt: Neben Hangzhou sind zwei weitere Städte betroffen. Im benachbarten Shanghai sollen Geflügelmärkte zum chinesischen Neujahr am Donnerstag und Freitag geschlossen bleiben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte.

Keine Reisewarnungen

In Hongkong sollten am 28. Jänner 20.000 Vögel gekeult werden, nachdem A(H7N9) auf dem Geflügelmarkt Cheung Sha Wan festgestellt worden war. Der gesamte Markt werde anschließend nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für 21 Tage geschlossen bleiben, kündigte der Hongkonger Gesundheitsminister Ko Wing-man am Montag laut Mitteilung an.

Im März 2013 war der Erreger erstmals bei Menschen nachgewiesen worden. Monatelang hatte das Virus nur noch selten zu Todesfällen geführt, zum Jahresende hatte es sich jedoch wieder schnell ausgebreitet. Seit März sind nach Angaben des Zentrums für Seuchenbekämpfung insgesamt etwa 240 Menschen infiziert worden und mehr als 60 Patienten an dem Erreger gestorben.

Lebende Vögel gelten als die Hauptursache für Infektionen mit dem Erreger. "Es gibt keinen Hinweis auf eine dauerhafte Übertragung von Mensch zu Mensch", hatte die WHO am 27. Jänner mitgeteilt. Spezielle Kontrollen an Grenzen würde bisher nicht empfohlen, und es gebe bisher keine Reisewarnungen. (APA/dpa/red, 28.1.2014)

Share if you care.