Präsidentenpartei gewinnt Mali-Wahl, verfehlt aber Absolute

18. Dezember 2013, 11:25
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RPM von Ibrahim Boubacar Keita muss nun Koalition bilden

Bamako - Bei den Parlamentswahlen in Mali hat die Partei von Präsident Ibrahim Boubacar Keita deutlich das Rennen gemacht. Seine RPM (Vereinigung für Mali, Rassemblement pour le Mali) habe vorläufigen Ergebnissen zufolge 60 der insgesamt 147 Sitze erhalten, teilte das zuständige Ministerium für Territoriale Verwaltung am Dienstagabend mit.

Die RPM verfehlte jedoch am vergangenen Sonntag die absolute Mehrheit von 74 Sitzen und muss nun mit Verbündeten eine Koalition bilden. Die Oppositionsparteien ADEMA (Allianz für Demokratie in Mali) und URD (Union für die Republik und die Demokratie) kamen den Angaben zufolge auf 21 beziehungsweise 17 Sitze. Nur elf Frauen schafften die Wahl ins Parlament. Das endgültige Ergebnis soll in den nächsten Tagen vorliegen.

Die Wahlbeteiligung lag in der zweiten Runde bei rund 37 Prozent. In der ersten Runde am 24. November hatten 38,6 Prozent der 6,5 Millionen Wahlberechtigten teilgenommen. Die Wahlbeteiligung ist in dem westafrikanischen Krisenland traditionell sehr niedrig, hinzu kam am die prekäre Sicherheitslage vor allem im Norden des Landes.

Dennoch verliefen die Wahlen ohne größere Zwischenfälle. Mali versucht nach einem folgenschweren Putsch vom März 2012 zu Demokratie und politischer Stabilität zurückzukehren. Der Norden ist dank des Eingreifens der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich mittlerweile wieder weitgehend aus den Händen radikaler Islamisten befreit. Aber es kommt weiterhin zu blutigen Anschlägen. (APA, 18.12.2013)

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