Studierende besetzten Grazer Landtag

Ansichtssache17. Dezember 2013, 21:58
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9.500 Studierende demonstrierten österreichweit gegen die Abschaffung eines eigenständigen Wissenschaftsministeriums

9.500 Studierende demonstrieren österreichweit gegen die Fusion des Wirtschafts- mit dem Wissenschaftsministeriums: "Wir sind hier und wir sind laut". Der Protest erreichte in Graz den Landtag während einer Sitzung: Landtagspräsident Majcen sprach zu den Demonstranten, die in großer Zahl den Saal in Beschlag genommen hatten.

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foto: öh uni innsbruck

Die ÖH in Innsbruck hat am Dienstag das Ministerium "zu Grabe getragen". Neben knapp über 100, teils in Schwarz gewandeten Studenten nahm auch Rektor Tillmann Märk an der "Trauerzeremonie" teil, beim Sarg und beim Grabstein mit der Aufschrift "Hier ruht in Unfrieden: Das BMWF" wurden Blumen niederlegt. Märk beklagte die Abschaffung eines Ressorts, das vor 43 Jahren "Politiker mit Weitsicht und Visionen" ins Leben gerufen hatten.

Märks Landsmann, niemand geringerer als der ehemalige Wissenschaftsminister und nunmehrige Abgeordnete Karlheinz Töchterle (ÖVP), unterstützte am Dienstag im Parlament Anträge der Grünen und Neos für ein eigenständiges Wissenschaftsressort. Er stimmte somit gegen "seinen" Parlamentsklub.

Töchterles Begründung am Rande der Sitzung: Er habe sich stets bemüht, zur ÖVP loyal zu sein und werde das auch weiter tun. Es könne aber Situationen geben, "wo andere Bindungen stärker sind", so der nunmehrige Wissenschaftssprecher der Volkspartei, der die Abschaffung seines Ressorts von Anfang an bekämpft hatte. (cms, ruep, burg, apa, derStandard.at, 17.12.2013)

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