Verbot homosexueller Beziehungen in Indien ist Rückschritt

12. Dezember 2013, 18:00
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UN-Hochkommissarin Navi Pillay: Gleichgeschlechtliche Beziehungen zu einem Verbrechen zu erklären verletzt internationale Regeln

Genf - Die Vereinten Nationen haben das indische Gerichtsurteil zur Kriminalisierung von Homosexualität kritisiert. Gleichgeschlechtliche Beziehungen wieder zu einem Verbrechen zu erklären, sei ein Rückschritt für die Menschenrechte und verletze internationale Regeln, sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay am Donnerstag in Genf.

Am Mittwoch hatte Indiens oberstes Gericht die Entscheidung einer unteren Instanz aufgehoben, die 2009 erklärt hatte, einvernehmlicher Sex zwischen homosexuellen Erwachsenen sei keine Straftat. "Die gestrige Entscheidung des Obersten Gerichts in diesem Fall ist ein deutlicher Schritt zurück für Indien und ein Schlag für die Menschenrechte", sagte Pillay.

Die Gesetzgebung verstoße gegen den UN-Zivilpakt, der das Recht auf Privatsphäre und Nicht-Diskriminierung schütze und welchen Indien ratifiziert habe, fügte Pillay hinzu. Sie hoffe, dass das Gericht eine formelle Überprüfung der Entscheidung in Gang setzen werde. (APA, 12.12.2013)

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