Wiener KAV-Direktor Marhold zieht sich Ende Mai 2014 zurück

4. Dezember 2013, 12:05
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Seit März 2005 oberster Spitalsmanager der Stadt - Rückzug aus "persönlichen Gründen"

Wien - Der Chef des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), Wilhelm Marhold (60), zieht sich mit 31. Mai 2014 zurück. Das teilte der KAV am Mittwoch in einer Aussendung mit. Marhold trat das Amt des Generaldirektors im März 2005 an. Als Grund für sein Ausscheiden im kommenden Jahr wurden "persönliche Gründe" genannt.

In seine knapp zehnjährige Tätigkeit fiel unter anderem die Entscheidung für den Bau des Krankenhauses Nord in Floridsdorf. Die Wiener Spitalsreform - also die Bündelung des medizinischen Angebots auf sechs Gemeindespitäler und das AKH - wurde ebenfalls in seiner Amtszeit auf Schiene gebracht. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) würdigte den 60-Jährigen als "herausragenden Arzt und exzellenten Spitalsmanager". Als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe werde er sich künftig vermehrt der Tätigkeit in seiner Ordination widmen, hieß es in der KAV-Aussendung.

Nachfolge unklar

Vor der Übernahme der KAV-Generaldirektion hatte Marhold die ärztliche Leitung der Rudolfstiftung inne. Mitte Dezember 2004 wurde er mit sofortiger Wirkung zum Chef der Teilunternehmung Krankenanstalten gekürt, am 1. Mai 2005 trat er schließlich den Spitzenposten im Krankenanstaltenverbund an. Die Neubesetzung war damals von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) als Konsequenz der Pflegemissstände im Geriatriezentrum am Wienerwald in Lainz veranlasst worden.

Wer Marhold nachfolgt, ist freilich noch nicht klar. Man habe dank der frühzeitigen Bekanntgabe nun ausreichend Zeit, um in den kommenden Monaten die notwendigen Schritte zu planen und zu setzen, hieß es aus dem Wehsely-Büro. Das Bestellungsprozedere des neuen Generaldirektors oder der neuen Generaldirektorin werde den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, wurde versichert.

Der Posten bringt jedenfalls einiges an Verantwortung mit sich: Zum KAV gehören derzeit elf Krankenhäuser sowie zehn Geriatriezenten und Pflegewohnhäuser. Rund 30.000 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, das Jahresbudget beträgt knapp vier Milliarden Euro. (APA, 4.12.2013)

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