Infineon-Austria-Chefin Monika Kircher scheidet Ende März aus

2. Dezember 2013, 11:00
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Ploss: "Aus persönlichen Gründen" - "Gehe nicht in die Politik"

Die Vorstandsvorsitzende von Infineon Österreich, Monika Kircher (56), verlässt nach 13 Jahren im Vorstand die Unternehmensführung. Per Ende März 2014 wird Kircher - mit Auslaufen ihrer aktuellen Funktionsperiode - ausscheiden, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Ploss am Montag bei der Bilanzpressekonferenz in Wien mit.

Nachfolgerin berufen

Kircher scheide "aus persönlichen Gründen" aus dem Gremium aus, sagte Ploss, der ihr für ihr langes Engagement dankte. Die Kärntnerin, ehemals Vizebürgermeisterin von Villach, soll dem Unternehmen noch beratend zur Seite stehen. Zu ihrer Nachfolgerin ab 1. April 2014 wurde vom Aufsichtsrat Sabine Herlitschka berufen, die seit August 2011 im Vorstand von Infineon Austria sitzt. 

Coaching und Beratung

"Ich gehe nicht in Pension, ich gehe nicht zu einem Mitbewerber, ich gehe nicht in die Politik", hielt sie fest. In ihrer nächsten Berufsphase wolle sie "in eine beratende und coachende Rolle wechseln", sagte Kircher.  

Mögliche SPÖ-Wissenschaftsministerin

Die ehemalige sozialdemokratische Villacher Vizebürgermeisterin war zuletzt in Medien als mögliche SPÖ-Wissenschaftsministerin genannt worden. Diesen Spekulationen erteilte sie sofort eine Absage. "Ein politisches Amt schließe ich aus". Ihre nächsten Berufsjahre sehe sie in beratender und coachender Funktion für junge Führungskräfte bei Infineon sowie in ihren Aufsichtsratsfunktionen bei Siemens Österreich, der Kelag und der AUA. Sie wolle dem Industriestandort Österreich einiges weitergeben.

Sie sei auch "zum Glück gesund", so die Spitzenmanagerin. Nach mehr als 13 Jahren im Vorstand scheine nun der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein, "meine Firma" zu übergeben. Sie wünsche ihrer Nachfolgerin Sabine Herlitschka und deren Team viel Erfolg und "das nötige Quäntchen Glück".

Kircher ist seit Jänner 2001 Vorstandsmitglied der Infineon Technologies Austria AG und seit Juni 2007 Vorstandsvorsitzende. "Der Standort Villach ist bestens aufgestellt und so abgesichert, wie man es nur absichern kann in einer schnelllebigen Branche", versicherte sie.

(APA, 2.12.2013)

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