Siemens sieht Stabilisierung seines Handy-Marktanteils in China

18. August 2003, 11:24
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Marktanteil hatte sich 2002 in China halbiert - Fokus auf neue High-Tech-Handy-Modelle

Der Münchner Elektronikkonzern Siemens sieht eine Stabilisierung seines Marktanteils bei Handys in China, nachdem sich dieser im vergangenen Jahr halbiert hatte. "Ich würde erwarten, dass China sich für Siemens stabilisiert", sagte Siemens-Bereichsvorstand Lothar Pauly am Freitag in Hongkong.

Neben Siemens verspüren auch andere ausländische Handy-Hersteller wie Nokia oder Motorola auf dem chinesischen Markt den wachsenden Wettbewerbsdruck durch regionale Firmen. Deren Marktanteil hatte sich im vergangenen Jahr insgesamt auf fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Siemens dagegen musste 2002 einen Rückgang seines Marktanteils bei Handys auf 4,7 Prozent nach 9,7 Prozent im Vorjahr hinnehmen.

Um sich im Wettbewerb zu behaupten, will sich Siemens nach den Worten Paulys zum einen auf neue High-Tech-Handy-Modelle konzentrieren; zum anderen soll das Bewusstsein für die Marke Siemens in China gestärkt werden.

Erst am Mittwoch hatte der Konzern angekündigt, sein Potenzial am chinesischen Mobilfunkmarkt durch den Ausbau seines Standortes in Shanghai zu heben - Siemens will dort nun auch UMTS-Technik produzieren und investiert für den Ausbau 30 Mio. Dollar. China zählt zu den wachstumsstärksten Märkten für Mobiltelefone.

Pauly sagte zudem, sein Bereich werde in den nächsten Wochen voraussichtlich einen weiteren Geschäftsabschluss mit einem Volumen von 50 Mio. Dollar bekannt geben.(APA/Reuters)

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